Marius, eine dänische Giraffe, getötet im Zoo Kopenhagen im Namen des Artenschutz

Wieder ein Fall aus der Reihe „Tierschutz durch Tötung“, dieses Mal das Opfer: Marius, eine dänische Giraffe, getötet im Zoo Kopenhagen im Namen des Artenschutz. Das im Zoo viele Tiere sterben, deren Zeit normalerweise nicht vorüber wäre, ist nicht ungewöhnlich. Das eine Giraffe in einem Zoo, vor Publikum und der Kadaver im Anschluss an Raubtiere verfüttert wird schon1. Mir scheint sich allerdings die Debatte eher daran zu entzünden, das die Hinrichtung öffentlich stattfand, das ein gesundes Tier getötet wurde und das seine Überreste anderen Tieren zum Fraß vorgeworfen wurde. Das ist zwar auch ziemlich erschreckend. Dennoch glaube ich das, wenn man sich auf die Tötung einzelner, gezüchteter und in Gefangenschaft lebender Tiere konzentriert, der Massentierhaltung, der alltäglichen Jagd in unseren Breitengraden und der Ausrottung ganzer Spezies Tag für Tag nicht mehr den nötigen Raum für Empörung lässt.

Das ganze Bild der Maschinerie massenhafter Tötungen scheint mir sehr verzerrt. Und das nicht allein in Bezug auf Zoos, aber auch dort: Ob jetzt, wie in »Wir kaufen einen Zoo« die mögliche Liquidierung der Tiere als worst case scenario aber halbwegs realitätsnah in Aussicht gestellt wird, oder wie in anderen Filmen, die im Zoo und im Zirkus gedreht oder spielend animiert wurden: Die dramatische Geschichte mündet im Happy Ending, die ohnehin eher zurückhaltend gegängelten oder harmlos überzeichnet gequälten Tiere führen in der Mehrzahl im Anschluss an ihre 90+/- Minuten artwidriger Haltung ein anständiges Leben. So können die Eltern mit ihren Kindern nach Hause gehen ohne das sie verstört sind. Sie bringen ihren Kindern allerdings auch bei: Den Tieren geht es gar nicht so schlecht in ihrem Schicksal. Im schlimmsten Fall erwecken die Filme ja den Eindruck, die Tiere führten ein selbstbestimmtes oder gar zufriedenes Leben. In jedem Fall werden die Tiere als Individuen dargestellt, ihre Schicksale als Einzelfälle.

Als im letzten Jahr ein Video bekannt wurde, das einen Zirkusdirektor mit seiner Elefantendame beim Baden in einem See (oder ehrlicherweise: bei Tierquälerei) zusehen konnte, ging ein Ruck durch die deutsche Medienlandschaft. So kurz vor Weihnachten durfte das Bild, das so gern vom Zirkus mit seinen großen Artisten und kleinen Zoos gezeichnet wird, nicht getrübt werden und alle Medien bewerteten in vorauseilendem Gehorsam davon was auf dem Video zu sehen sei und warum der Protagonist, der ein bekannter Einzelfall sei, nun blühe.

Oder der für Artenschutz zuständige Amtslei(t,d)er im thüringischen Umweltministerium, der zu einer Konferenz zum Artenschutz aufbrach um sich nur ein paar Kilometer weiter vor einem soeben erlegten Leichnam eines Elefanten fotografieren zu lassen. Ob der Beamte dort auf Kosten seiner staatlichen Kostenstelle aufbrach oder nicht ist nicht gesichert, der zuständige Pressesprecher verkündigte noch bei Bekanntwerden reflexartig, das er sich nicht darum kümmere was die Kollegen in ihrer Freizeit machen. Der zeitliche Zusammenhang zu besagter Konferenz legte aber den begründeten Verdacht nah, das der Elefantenschützer und -jäger die Liquidierung seiner Schutzbefohlenen auch noch auf Staatskosten finanzierte. Wenig später nämlich, der Aufruhr hatte sich nicht wie erhofft gelegt, verkündete dann nicht mehr nur irgend ein Pressesprecher sonder der Minister: Strafversetzung des Beamten. Auch wieder ein Einzelfall, der mit der Versetzung, dem höchsten Strafmaß für beamtete Nichtsnutze geheilt sei.

Aber es sind keine Einzelfälle, sie sind systemisch. Und wenn es auch für die fehlende oder Doppelmoral kein Heilmittel gibt: ein Zirkus und ein Zoo kann verboten werden, dienen sie doch der Unterhaltung oder höchstens der Bildung durch Anschauung. Viel wichtiger ist der dritte und schon angedeutete Fall von Tierquälerei, der wir uns alle entziehen, teils indem wir nichts davon wissen wollen oder auf andere Lebensmittel ausweichen, sobald Skandale eine Tierart kurze Zeit für den Verzehr unmöglich machen: Ich schreibe von der Fleischeslust. Der Konsum von Fleisch war noch nie so ausgeprägt wie zu dieser Zeit. Und je mehr fertig zubereitet auf den Tisch kommt, umso entkoppelter ist der Mensch von der Produktion. Und kein Produktionsprozess erzeugt so viel Leid wie der von Fleisch, auch wenn die Fleischlobby zur Zeit viel Geld investiert das Gegenteil zu behaupten.

Der so stattgefundenen Entkopplung der Gesellschaft von den Prozessen sollte man beikommen, indem man die Gesellschaft an die Prozesse heranführt. Das kann freiwillige und über ökologischen Landbau geschehen, aber seien wir ehrlich: 1. Deutschland und Europa steht vor einem nie dagewesenen Wirtschaftskollaps, die Menschen werden nicht mehr sondern weniger Geld zur Verfügung haben um sich zu versorgen, und Biofleisch kostet eine Menge Geld. 2. sind freiwillige Angebote so gefragt wie kostenlose, nämlich höchstens dann wenn ein Mehrwert für den Rezipienten heraus springt. Wer Verständnis für die Produktionsprozesse erzeugten will, und nicht nur zum kurzfristigen Nachdenken über Massentierhaltung anregen, wer beim Konsumenten maßvollen Umgang mit einer lebenden Resource erwarten will, der muss sich damit abfinden das er den Konsumenten dem Prozess selbst zuführen muss. Analog zu den bevorstehenden Warnungen vor Raucherkrebs und wie im Nachgang zu apothekenpflichtigen Medikamenten würde ich Werbung für tierische Produkte mit Hinweisen zum Schicksal der dahinter stehenden Wirbeltiere versehen. Und zwar realistisch. Schüler würde ich, ab einem Altern in dem ihnen das zuzumuten ist, in die fleisch verarbeitende Industrie, so wie es üblich ist einen Zoo oder Ausbildungsbetriebe zu besuchen: als Anschauungsunterricht. Man kann nicht erwarten das jemand ein realistisches Gefühl für Tiere entwickelt, die für seinen Hunger sterben müssen, wenn die einzige Berührung mit Tieren Haustiere sind die Eltern irgendwann still und heimlich im Klo entsorgen, oder destrukturiert als Scheibe eines Burger oder Teil eines „Döner nur mit Fleisch“.

  1. Sekundärquellen Spiegel Online, Daily Mail []

Geflügen-Thesen gegenüber lebendigem Geflügelverwesen

Derzeit macht die „deutsche Geflügelwirtschaft“ Werbung mit „Geflügen-Thesen“, und mehr als das sind sie auch nicht. asics 2018 sitemap Es wird beispielsweise behauptet, „moderne Haltungsmethoden verbessern das Tierwohl“, doch ausgehend vom Status Quo, das Massentierhaltung Verwesung bei lebendigem Leib bedeutet, gäbe es auch kein Spiel nach unten. Das perfide Spiel das mit den aseptisch gestalteten Anzeigen getrieben wird, zeigt sich dabei nicht nur in den Lügen, die über die Geflügelhaltung verbreitet werden, sondern viel subtiler bereits im Symbolbild und Logo, das Umrisse von gesunden, voll gefiederten Hühner zeigen, mit aufrechten Gang und aufgestelltem Kamm. Comprar mochilas kanken Wie es in der Realität in der „deutschen Geflügelwirtschaft“ aussieht, kann man bereits im Disounter in Erfahrung bringen: Haben sie sich schon mal gefragt, wie es möglich ist das ein Ei ein paar Cent kostet, die Geflügelindustrie aber gleichzeitig regelmäßig Anzeigen schalten kann, die Millionen kosten? Peta, eine professionell aufgestellte Organisation im Kampf um Tierrechte liefert ebenso regelmäßig Indizien, die dem Image, das die Anzeigen der „deutschen Geflügelwirtschaft“ mittels ihrer „Geflügel-Thesen“ widersprechen, unwiderlegbare Videobeweise beispielsweise aus deutscher Geflügelhaltung und ihrer Opfer. nike air max 90 Video wie dieses, das auch Hoffnung gibt: http://www.youtube.com/watch?v=_fXbF-toSdI Wo ist das die „Verantwortung, die Qualität erzeugt“, wie es im Slogan der als Anzeige getarnten Propaganda und eines Debattenaufruf heißt, der dazu aufruft die These zu widerlegen: »Denken Sie nicht? Ihre Meinung ist gefragt« heißt es darin. tn requin pas cher pour femme Meine ist, das die darin erwähnte aber hier aus gutem Grund* nicht verlinkte Website nur zu einem Gut ist, Selektion einiger wohlfeiler Kommentare. nike mercurial Aus dem Grund habe ich mal selbst die Frage gestellt, »Warum kostet ein Ei aus ihren Legebatterien nur ein paar Cent, aber ihre Kampagne einen siebenstelligen Betrag?« und warte jetzt auf Antwort. Mehr dann hier.

Putenfleischproduktion unreguliert, Dank an Ilse Aigner und ihre CSU

Für die keinerlei spezieller rechtlicher Regelungen unterworfene Putenfleischproduktion scheint mit Bundesverbraucherschmutzministerin Ilse Aigner (CSU) ein Traum in Erfüllung gegangen zu sein: Weitere vier Jahre unbehelligt von Mindeststandards für einen halbwegs anständigen Umgang mit den Tieren sind vorüber, Fjallraven Kanken Sale und mit wenig Glück gelingt es Ilse Aigner auch weitere vier Jahre in Berlin zu installieren, mit den entsprechenden Vorzügen für die „betroffenen“ Unternehmen und den Nachteilen für die in 9 von 10 Fällen in Ställen mit 10.000 Artgenossen gefangenen Tieren. Fjallraven Kanken Classic Nach rund 20 Wochen Mast unter teils atemraubenden Bedingungen und brutalst möglichen Behandlung haben Puten aus Massentierhaltung sich spätestens überlebt und werden ihrer Verwertung zugeführt: Was bis dahin nicht vernichtet wurde, nike femme was bei einer planmäßigen Ausfallquote von etwa 10 Prozent 1 Millionen vorzeitig an den hygienischen Zuständen bei der Haltung oder Handhabung durch das unqualifizierte Personal nicht selten vorkommt, nike air max 90 femme gris rose wird erst auf kleinsten Raum gepfercht und dann lebend, kopfüber aufgehängt ermordet um schließlich als Putenschnitzel und Putenwürstchen, asics prix Pute als Aufschnitt oder Puten-Schinken im Discounter und Supermärkten in den Kühltruhen zu landen.

In Augen der Konservativen auf Augenhöhe: Verfolgte und Faschisten, Täter und Opfer

In den letzten 70 Jahren tat sich die „Christliche“ „Demokratische“ und und ihre Schwesterpartei die „Soziale“ Union in den Ländern wie im Bund zunächst als Betätigungsfeld für ehemalige NSDAP-Kader in neuen Führungspositionen hervor, verteidigte die Rechte von „Vertriebenen“ sogar aus den eigenen Reihen, duldete Neonazis unter Mitarbeitern, revisionistische Thesen seiner Abgeordneter und verleibte sich dann die Blockpartei CDU-Ost mit Mann, Maus und Vermögen ein. Genau wie in der Politik waren auch in der Publizistik extreme Rechte nicht von heute auf morgen verschwunden, sondern gedeihten in einem Milieu bürgerlichen Miefs bestens. In den Schreibstuben der konservativsten Blättchen der Republik sind daher die Umtriebe der hessischen CDU wie auch manches offenkundig kulturell sehr engstirnigen Sozialdemokraten willkommene braune Brühe auf die eigenen Mühlen.

Den größten Verdienst für das neuerliche Aufkeimen rechtsextremen Gedankenguts verdankt die Union ihrem Ruf als und ihren Experten für innere Sicherheit: In deren Augen sind nämlich die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschisten (VVN-BdA Bayern) in Sachen Gefahrenpotential auf Augenhöhe, begreift der bayrische Innenminister Herrmann (CSU) die Opfer als genau den selben Aufwand zur Beobachtung würdig wie die Täter und das bayerische Innenministerium, insbesondere das bayerische Landesamt für Verfassungsschutz, in dessen Bericht die Organisation beinah schon genau so traditionell aufgeführt wird, geben ihm Recht und Rückendeckung. Doch das bayrische Amt für Verfassungsschutz ist nicht allein mit dieser Einschätzung, die Antifaschisten zu Faschisten auf Augenhöhe senkt. Hessen, wo die CDU erst rund zehn Jahren am Ruder sitzt, gefällt es den politischen Gegner institutionell zu diffamieren. Koch, der mit einer Unterschriftenliste „gegen Ausländer“ dort die Macht übernahm, begrüßte die abtrünnige Carmen Everts (ehedem SPD1) mit ihrer Zutun zur Extremismustheorie mit offenen Armen in der Landeszentrale für politischen Bildung. Die Organisation schreibt sich zwar Bildung auf die Fahnen, schreibt aber mit derselben in den Wind – schließlich findet die Finanzierung maßgeblich durch die hessische Landesregierung statt. Dementsprechend treffend ist das Zitat von Horacio Verbitsky, das einen im Folgenden thematisierten Aufruf wie wohl die gesamte Regensburger Digitale betitelt:

Journalism is publishing what someone doesn’t want us to know. The rest is propaganda. Horacio Verbitsky

Zu eben dieser Propaganda gehört, das unter vermeintlich seriösem Titel „Meinung“ als Journalismus daher kommt, die von braunen Stammtischparolen nicht weit entfernt ist und das ohnehin schon arg strapazierte Verhältnis veröffentlichter Meinung zu Migranten und über die zum gesellschaftlichen Frieden in Deutschland erneut auf die Probe stellt. Es wird in der FAZ zur Zeit eine kausale Kette schwächster Glieder geknüpft, nämlich einer Theorie wonach Extremismus und Terror für eine (immerhin als Minderheit quantifzierte Zahl) Migranten Integrationshemmnis sei, was wiederum gegenläufigen Rechtsextremismus zur Folge habe. Im O-Ton heißt es in der FAZ:

Extremismus und Terror gehören zu den Gründen, warum eine Minderheit der Muslime nicht integrationswillig ist; das wiederum ist einer der Gründe für islamfeindlichen Extremismus und Terror.

Quelle: Publikative

Es gehört schon einiges an Chuzpe dazu, mit solcher dreisten Ohnmachtübernahme der eigenen Partei zu schaden und noch einen Freispruch zu verlangen, dann dem politischen Gegner zuzuarbeiten allerdings noch viel mehr. Das „die phantastischen Vier“ erst vom FAZ-Journalist Volker Zastrow entzaubert werden mussten, der damit einen lukrativen Buchvertrag zu verkaufen wusste, zeichnet ein erschreckendes Bild von der FAZ: Nicht schon als das Kind namens Sozialdemokratie schon mit gegossenem Schuhwerk im Wasser versenkt war, sondern als die letzten Luftblasen die Wasseroberfläche erreicht hatte, rückte man mit der Wahrheit über die Intrige gegen Ypsilanti und einer gut verkäuflichen Richtigstellung über die damaligen Geschehnisse heraus, das sich nicht zuletzt erst verkaufte, weil man selbst in seinem Job so jämmerlich versagt hatte.

Die richtigen Fragen stellen inzwischen ganz andere, allein digitale Medien. Zum Beispiel fragt Telepolis anlässlich eines Aufruf im Vorfeld des Prozess gegen den NSU: Hat die Extremismustheorie zum Versagen der Sicherheitsbehörden beim NSU-Terror beigetragen? Und nicht zuletzt den Nachdenkenseiten ist eine immer kritische, meist objektive aber vor allem eine der wenigen nicht dem Mainstream folgende Faktenlage nebst reflektierter Meinung zu entnehmen, wie man sie originär Wochenmagazinen zurechnete.

Die Konsequenz aus konsequentem Versagen der Verfassungsschutzbehörden darf keine Ausweitung deren Befugnissen sein, darf nicht die Beibehaltung eines dezentralen Apparat sein, dessen linke von der rechten Hand höchstens weiß in welche Richtung sie gestreckt ist um mit der anderen auf den politischen Gegner zu zeigen. Es dürfen nicht die Verlage vom Internet profitieren, die es von sich auszuschließen und Vermittler zu schröpfen versuchen. Wir dürfen den Konservativen auf allen Ebenen nicht erlauben ihre Meinungs- und Deutungshoheit, ihre Märkte und deren Mechanismen in das Internetzeitalter hinüber zu retten. Wir dürfen innere Sicherheit nicht denen überlassen die Täter und Opfer auf Augenhöhe sieht oder Verfolge und Faschisten auf eine Ebene stellt. Dann könnte aus all dem eine bessere Welt werden.

  1. Ja, jene konservative Politikern die ihre „Mitstreiterin“ Andrea Ypsilanti zuletzt nur noch mit einer politischen Blutgrätsche zu wusste. []

Jörg Asmussen kindgerecht

Die große Politik ist manchmal so kompliziert, das man sie verabreicht wie den Kleinen: kindgerecht in Märchenform. In der ersten Ausgabe des Graswurzel-Medium Störsender wird das versucht. Sehr gelungen wie ich finde. Eine aus zig Geschichten über den Genossen Jörg Asmussen:

„Merkel hoffiert Putschisten“

Besser kann man es nicht auf den Punkt bringen: In Paraguay putschen sich mit José Félix Fernández Estigarribia Saatgutkonzerne an die Macht und in Berlin wird für die selbst ernannten, nicht demokratisch legitimierten Politiker der Teppich ausgerollt. Es erinnert ein wenig an den letzten Staatsbesuch von Nordallianz und Taliban in den USA im Vorfeld von 9/11, die dort als offizielle Gesprächspartner noch Wochen vor den verheerenden Anschlägen mit offenen Armen empfangen wurden. Da unsere Soldaten jetzt schon in Mali unterwegs sind, und dort Bürgerkrieg droht, dürfte klar sein, das sich die Spezialkräfte demnächst auch in Paraguay engagieren dürfen. Von deutschem Boden darf kein Krieg ausgehen? Klar, Frau Merkel.

Rüstungsexporte verbieten (sich)

Analog zum „Too big to fail.“ bei der Wirtschaftskrise könnte man heute den kalten Krieg erklären: „Too big to fight.“ waren die beiden Supermächte, nike air max 90 deren Militärapparat von heute auf morgen das Ende der Menschheit bedeutet hätte. Mochilas Kanken Baratas Nicht weil die Militärs nicht wahnsinnig genug gewesen wären, diese Waffen auch einzusetzen, sondern allein weil sie nicht den Mut hatten auszuprobieren ob ihre eigene Absicherung in dem Fall funktioniert, fjallraven kanken Backpack uk aus Feigheit also davor ob man am Ende tatsächlich überlegen wäre oder wie das gemeine Volk und der Gegner im atomaren Fallout zum Opfer fiele.

Heute sitzt man nicht mehr hinter dem eisernen Vorhang, sondern hinter einer vielgestaltigen Firewall und mit einem hoch agilen Sicherheitsapparat ausgerüstet, asics 2018 der zur Not bereit und in der Lage ist das eigene Land auszuspionieren und in beliebigem Ausland zu operieren – wenn es dort Öl oder sonstige Rohstoffe gibt freilich nur.

Deutsche Waffenexporte folgen hohem moralischen Grundsatz, möchte man vor der jüngeren deutschen Geschichte denken: Von Deutschland darf nie wieder ein Krieg ausgehen. Mochilas Kanken Classic Deswegen sind Interventionen im Kosovo und Afghanistan auch Friedenseinsätze (vgl. Fjallraven Kanken UK US-„Polizeieinsätze“) früher verpönt gewesen, Kanken Classic UK deswegen müssen Waffen mit spezieller Erlaubnis exportiert werden oder als „demilitarisierte“ Panzer daher kommen. Doch „wir“ sind längst weiter, und engagieren uns in einem globalen militärischen Komplex, direkt wie indirekt.

Hochfrequenzhandel

Neulich nahm die US-Finanzaufsicht das Geschäft der Hochfrequenzhändler unter die Lupe, im Artikel „Unter Verdacht“ gab es dazu einen Zweispalter in der Süddeutschen Zeitung, den ich hier stark verbessert wiedergeben möchte:

Beim Hochfrequenzhandel handeln Computer miteinander Wertepapiere im Milisekundentakt, aus sehr vielen kurzzeitigen, kleinen Preisdifferenzen wird in der Masse ein profitables Geschäft. Der vollständig automatische, autonome Hochfrequenzhandel der Computer untereinander bedingt auch eine physische Nähe zum Handelsplatz, den sich die Börsenplätze entsprechend vergolden lassen – Millimeter entscheiden hier trotz Glasfaserkabel über inzwischen 50 Prozent aller Aktienhandel, auch und ausdrücklich auf dem deutschen Aktienindex Dax.

Fühlt sich irgendwie wie Finanzmarktkrise gepaart mit Crossborder-Leasing – auf Speed, wenn ihr ich fragt. Aber mich und euch fragt ja keiner. Die „Kanzlerin aller Deutschen“ aber hat ja zugesichert, das volatilen Geschäften in Deutschland der Kampf angesagt würde, aber das war zu Anfang der Finanzmarktkrise. Das ist lang her. Noch länger nur her ist die Einführung des Derivatehandel in Deutschland, durch Rot-Grün. Und zu allem Überfluss von den Neo „Liberalen“ zu all dem kein Wort bis dahin, zu eben der durch die amerikanische Börsenaufsicht verbreiteten Prüfungsnachricht. Sehr vorausschauend all das.

Jugendmedienschutz-Staatsversagen Liveticker

Das Jugendmedienschutz-Staatsversagen hat ein Ende, der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag noch lang nicht. Die Berichterstattung über die nächste Novelle wird auch wieder hier stattfinden.

(14.12.2010) NRWCDU-Fraktion torpediert JMStV

Wie netzpolitik.org meldet die NRWCDU-Fraktion stimme gegen den Jugendmedienschutz-Staatsvertrag, dem die rot-grüne Minderheitsregierung seit gestern zuzustimmen beabsichtigt. Insofern der Pressesprecher der NRWCDU da keine Falschinformation verbreitet, führt die soeben in den Wahlen und durch Minderheitsregierungsbildung gedemütigte CDU Ministerpräsidentin Kraft und ihren grüne Koalitionspartner vor.

(13.12.2010) Tollerierte rot-grüne Minderheitsregierung in Nordrhein-Westfalen jetzt wieder pro JMStV

Nachdem sich die Grünen in Nordrhein-Westfalen Bedenkzeit erbeten hatten, scheint es nun so als habe man überhaupt nicht daran gedacht, sich inhaltlich mit dem vermurksten JMStV auseinander zu setzen. Pottblog berichtet unter Berufung auf eine Drucksache des Landtages das in Nordrhein-Westfalen nun doch dem JMStV zugestimmt werde. Dabei wird durch Hervorhebung die einzige Änderung an der Vorlage aufgezeigt, die dem Staatsversagen durch Einführung eines mehr als zweifelhaften Gesetzes seine planmäßige Prüfung auf eine ebenso wenig valide prüfbare negative Auswirkung hinzufügt. In anderen Worten soll die Landesregierung – von der nicht sicher ist ob sie dann noch regiert – binnen Jahresfrist sicherstellen, das die befürchteten negativen Auswirkungen nicht eingetreten seien, und im gegegenteiligen Fall abermals Verhandlungen aufnehmen. Das die bis dahin eingeführte technische Infrastruktur dann noch zurückgenommen wird, ist so wahrscheinlich wie das die verantwortlichen technischen Dienstleister binnen Jahresfrist überhaupt zu einer funktionsfähigen Client-Server-Lösung gekommen seien. Die Erinnerung an Toll Collect sind noch zu frisch, und auch damals trat ein Gesetz in Kraft, dessen Rechtswirksamkeit erst viel später und nur mit erheblichen technischen Kompromissen in Betrieb genommen wurde. Und das obwohl am Mautsystem bis dahin zumindest von den beteiligten Unternehmen nicht gearbeitet wurde, wohingegen in Hinblick auf den Jugendschutz schon seit der Kommerzialisierung des Internet an einer praktikablen Lösung herumgebastelt wird.

(09.12.2010) Rot-Rot stimmt für Altersgrenzen im Internet

Wowereit-SPD mit Koalitionspartner Die Linke für JMStV