Aussage gegen Aussage, Sebastian Edathy gegen Michael Hartmann; und Thomas Oppermann, Sigmar Gabriel und andere

Der Untersuchungsausschuss, der zum Thema hat, was schon einem Bundesminister den Posten kostete, lud gestern zur Befragung der wesentlichen Zeugen Sebastian Edathy und Thomas Oppermannein. Und sind wir mal ehrlich: Edathy, der nichts mehr zu verlieren hat und sich mit sich einer Eideststattlichen Falschaussage strafbar und seinen Neuanfang beschädigen würde, hat gegen den angeblich unter Vergesslichkeit leidenden Hartmann sehr jung ausgesehen.

Sebastian Edathy, ex-MdB, ehemaliger Untersuchungsausschussvorsitzender im NSU-Komplex, hat den Besitz moralisch verwerflicher Inhalte längst zugegeben und weist zugleich Beschaffung und Besitz strafbarer Kinderpornographie weit von sich.

Michael Hartmann, MdB, sprach sich 2013 gegen die Legalisierung weicher Drogen aus um in 2014 des Konsums harter Drogen, namentlich Crystal Metz, über führt zu werden. Während seiner Befragung vor dem Untersuchungsausschuss im Bundestag wirkte er fahrig, wies große Erinnerungslücken auf aber zugleich jede ihm vorgeworfene Anschuldigung von sich.

Hier steht zwar Aussage gegen Aussage, aber die beiden vor einem Untersuchungsausschuss und nicht vor Gericht. Die Vorwürfe, die der Vorsitzende jetzt entkräften muss, weil sie so glaubwürdig und schlüssig sind. Vorgetragen wurden sie, wie geschrieben, nicht nur, sondern auch durch ein 12-seitiges SMS-Protokoll in Schriftform ergänzt und durch eine Eidesstattliche unterfüttert. Auf der anderen Seite stehen mündliche Erklärungen denen sich noch Ehrenworte folgen werden. Im Zweifelsfall werden all die zur Sprache gekommenen jetzt vor den Ausschuss zitiert und mit der selben Beweislast konfrontiert werden. Einer wird plaudern.

Unsere Demokratie wird am Hindukusch vorwärts verteidigt

Es braucht mal wieder investigativen Journalismus, unserer Frieden stiftenden Bundeswehr einen Spiegel vorzuhalten. nike air max 1 Eine von ihr durchgeführte Offensive hatte 27 tote Zivilisten zur Folge. Man könnte behaupten, das fiele in Anbetracht der Zielsetzung der gesamten Mission unter humanitäre Katastrophe, denn eigentlich wollten wir Afghanistan die Demokratie bringen und unsere eigene dort verteidigen, oder konkret: Brunnen zu bohren und afghanische Mädchen den Schulzugang zu ermöglichen. Stattdessen lagen plötzlich 27 tote Zivilisten im Dreck, und weder die Bundeswehr noch das Verteidigungsministerium als oberster Dienstherr noch die Kanzlerin hielt es für nötig einen Kommentar abzuliefern. Nochmal: kein Kommentar trotz über zwei Dutzend toter Zivilisten, 27 afghanische Männer, Frauen, Kinder. https://twitter.com/springfeld/status/487309901342191616 Was beschäftigte unsere Konservativen während dessen, also im Jahr 2010? Sie beanspruchten zur selben Zeit den Begriff „Gefallene“ für tote Soldaten der Bundeswehr: Sogar die Kanzlerin baute das Thema anlässlich drei toter Soldaten bei einem Friedenseinsatz in ihr Redemanuskript ein. asicss neakers pas cher Man könnte meinen, es ginge ihr um die Toten oder Hinterbliebenen. nike air max thea Vermutlich war es aber plumper Patriotismus getränkter Populismus angesichts drei Särge von einer Mission über die 80 Prozent der Deutschen seinerzeit schon sagte das die Bundeswehr in ihrem Namen seit Jahren am Ziel vorbei operierten. Es ist ein Trauerspiel, das aus Frieden sichernden Blauhelm-Missionen zu Anfang des wiedervereinten Deutschland Krieg spielen für die Bundeswehr Normalität geworden ist. Und mit Trauerspiel meine ich nicht einmal die hohe Zahl der Toten, die beispielsweise ein Bombardement zweier Tanklaster bei Kundus forderte. asics 2018 sitemap Oder eben jetzt 27 Tote bei der größten Offensive deutscher Soldaten seit dem zweiten Weltkrieg, bei dem auch »auch Artillerie, Kampfflugzeuge, Schützenpanzer und Kampfhubschrauber eingesetzt« wurden. Für einen Polizeieinsatz, als der der Afghanistan-Krieg lange Zeit verkauft wurde, ziemlich große Kaliber. Was ich als Trauerspiel verstehe, ist nicht die moralische Verkommenheit, mit der „Gefallene“ überhöht und zivile Opfer totgeschwiegen werden. Es ist auch nicht dar hohe ethische Anspruch, dem Deutschland aus seiner jüngeren Geschichte erwächst, und dessen Verleugnung in Folge akuter Geschichtsvergessenheit ich als Trauerspiel bezeichne. Es ist vielmehr der schlichte Fakt, das 2010 nicht notwendig gewesen wäre mittels einer Offensive Bundeswehrsoldaten in Gefahr zu bringen, in der sie umkommen könnten, dann noch Kollateralschäden zu verursachen, die nur den Terrorismus befördern, den wir dort zu beseitigen versuchen. nike air huarache 2010 war die Debatte um den endgültigen Abzug aller alliierten Soldaten längst von konkreten Planungen begleitet. Es gleicht dem Prinzip „Verbrannter Erde“ in so einer Situation noch im großen Stil Krieg zu spielen, nur noch schlimmer, bedenkt man: Die oben erwähnte und verlinkte Rede von Angela Merkel, in der die Kanzlerin drei tote Soldaten betrauerte, ging der Offensive nur wenige Monate voraus. Es braucht nicht viel analytische Denken um den Zusammenhang zwischen der höchsten Zahl toter Soldaten und der „größten Offensive der Bundeswehr seit dem zweiten Weltkrieg“ herzustellen. Man könnte auch einfach sagen, das die Bundeswehr einen Rachefeldzug vollzog, während die Kanzlerin an der Heimatfront den Ruf und den Rufnamen toter Bundeswehr-Soldaten in „Gefallene“ umdeutelte. Das Trauerspiel ist das die Bundeswehr unter den Augen der veröffentlichten Meinung in eine Offensivarmee verwandelt wird, die Großoffensiven unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchführt, bei denen leider auch Zivilisten sterben und das es Kriegskanzlerin Merkel nicht für nötig hält oder sich nicht traut dieses Faktum einer größeren Öffentlichkeit vorzutragen. Wir haben eine Kanzlerin, die Krieg führt, im Irak gern geführt hätte, und keiner deutet darauf hin; einen „Krieg gegen den Terror“™ der längst zu einem gegen Zivilisten geworden ist.

Die neue Mauer? Der neue Westwall!

Ich kann mir nicht helfen: Wenn ich Bilder wie dieses sehe, denke ich unweigerlich an Bilder wie von Besichtigung der „Siegfried-Linie“ bei Aachen durch den britischen Premierminister Winston Churchill am 4. März 1945:

Besichtigung der „Siegfried-Linie“ bei Aachen durch den britischen Premierminister Winston Churchill am 4. März 1945
(http://de.wikipedia.org/wiki/Westwall#mediaviewer/File:The_British_Army_in_North-west_Europe_1944-45_B15163.jpg“>Bildquelle)

Das Bollwerk war auch gedacht, um eine Militäroffensive unmöglich zu machen. Und in weiteren 70 Jahren werden die mächtigen Betonblöcke noch immer von ihrem und unserem Versagen künden. Im Vergleich zu den Betonelementen in der Ukraine wirken die am Westwall beinah niedlich.

Noam Chomsky: „USA is one of the leading terrorist states in the world“

In einem Interview mit PressTV wendet der amerikanische Akademiker Noam Chomsky die Definition von Terrorismus auf die vergangenen zehn Jahre des »Krieg gegen den Terrorismus« an und kommt zu dem Schluss: Die USA ist eine der führenden Terrorstaaten in der Welt1.

In dem Zusammenschnitt das dem Video des Interview voran geht werden Bilder gezeigt die mich an die Eröffnung des Feldzug gegen den Irak erinnert haben, dem sich Bundeskanzler Gerhard Schröder damals verweigerte. Gerade die live in alle Welt übertragenen Bilder der Bombenangriffe auf die Paläste von Saddam Hussein haben sich mir in der schlaflosen Nacht ebenso ins Hirn gebrannt wie der in die Politik zurück kehrende Anstand und der Mut diesem Krieg nicht auch noch die ansonsten „uneingeschränkte Solidarität“ zu verweigern. Angela Merkel und Roland Koch waren seinerzeit bis ins Oval Office gekommen und an „George WW III Bush“ vorgedrungen, was Oppositions- und Provinzpolitiker eher selten gelingt und als Botschaft an das „Alte Europa“ gedacht war: „Seht her, eure Staatsoberhäupter ziehen den Schwanz ein, wir haben hier schon ein paar neue Führer für euch.“ Angela Merkel hat es ja dann tatsächlich geschafft und selbst Roland Koch konnte sich trotz zahlreicher selbst verabreichter ehr abschneidender Skandale geschafft sich die Mehrheit der konservativen Hessen Untertan zu machen.

Was mich zu zweierlei führt:

Um seine Meinung zu vertreten sind in westlichen Demokratien kaum noch Kanäle offen, und wenn man sie vertritt, muss man schon stahlharte Eier haben, wie Noam Chomsky, dessen Leben durch die Kritik aus den USA an den USA sicherlich nicht sicherer geworden ist.
Und einen deutschen Intellektuellen, wie Noam Chomsky gibt es nicht, jedenfalls fiele mir keiner ein der sich der Kriegstreiberei der politischen Führung entgegensetzt.

Immerhin hat Sigmar Gabriel auf den erheblichen öffentlichen Druck, der eher aus der Breite als von einer Spitze kommt, heute reagiert und eine neue Lieferung Kampfpanzer an einen der wichtigsten Verbündeten der USA, Saudi Arabien nämlich unterbunden. Vermutlich werden die jetzt an die USA und von dort aus an Saudi Arabien geliefert, was den von Sigmar Gabriel gepredigten Wein in der Rüstungsdebatte schon sehr verwässern würde. Und zeigt das er weder das Ehrempfinden noch den Mut hat sich Merkel oder gar Obama entgegen zu stellen oder etwa zu seinen Zusagen zu stehen.

  1. „United States is one of the leading terrorist states in the world“ []

Persilschein gegen Personenschutz

Mit so viel Selbstvertrauen ist allenfalls seine ehemalige Supermacht ausgestattet: Will die durch die USA erst ein- und dann durchgesetzte Regierung sich nicht dazu durchringen, durchdrehenden Amerikanern in Uniform einen strafrechtlichen Persilschein auszustellen, werden die abgezogen, so und nicht anders kann man »Besatzung nur gegen Straffreiheit lesen. In der Vergangenheit machten amerikanische Soldaten vor allem per halbwegs gezielter Tötung per Drohne, durch Misshandlung von Verdächtigen in Abu Greib, Amokläufe en mass, meist afghanische Zivilisten zum Opfer habend, durch Umgraben des halben Hindukusch per Clusterbomben usw. usf. von sich Reden. Damit all die Tötungen im „Krieg gegen den Terror“ nicht auch noch zivil- und strafrechtliche Konsequenzen hat, will Obama vom afghanischen Präsidenten Karsai, der es unter amerikanischer Aufsicht grad so vermochte in der Hauptstadt zu überleben, also nun Straffreiheit für alle potenziellen amerikanischen Streitkräfte, egal ob die auf Befehl und legal handeln oder willkürlich und im Blutrausch mit Kollegen killen. Ich finde: Change und Forward sehen anders aus.

Großer Muslimbruder verhaftet

Großer Muslimbruder in Ägypten verhaftet, mit dieser Schlagzeile (sinng.) eröffnete sich mir überzeugtem atheistischen Demokraten der bunte Reigen neuer Nachrichten. Man muss sie nicht mögen, aber wenn man demokratische Wahlen abhält, sollte man deren Gewinner nie davon abhalten, seine hieraus erwachsenden Rechte und Pflichten wahrzunehmen. Kleinkindisch ist noch die harmloseste Wertung des fortgesetzten Bemühen, in dem Land am Nil eine der westlichen Wertegemeinschaft gewogene Regierung zu installieren: Der hat eine Burg gebaut, die gefällt mir nicht, also nehme ich ihm sein Förmchen weg – nur wissen wir doch alle, das es mit dem Förmchen und sogar dem Geheule des Gegenüber nicht genügt, meist geht auch die Burg baden. Und um die Analogien mit dem Urlaub und kleinen Menschen hiermit abzuschließen: Ägypten ist kein formbarer Staat ohne Strukturen, vielmehr einer in dem der arabische Frühling die aufbrach, die seit jahrzehnten gehasst waren. Und seit eben diesen Jahrzehnten übte unsere Wertegemeinschaft permanent Einflußnahme, und unter dem Druck der Straße ging ihr Repräsentant in Rente und ein neuer wurde demokratisch legitimiert. Man mag glauben, und glauben der Glaube Andersdenkener sei schädlich für ihn oder uns, man darf aber nicht glauben, das Recht des Stärkeren auf seiner Seite zu haben, wenn David einem schon mal gehörig in den Arsch getreten hat. Die USA haben jede Menge des Terror Verdächtige nach Ägypten geflogen, um sie dort unter Folter – für die das vorangegangene Regime beliebt und gefürchtet war – verhören zu lassen und Geständnisse erhalten. Nun ist es an der Zeit sich einzugestehen das solche Methoden ein Fehler waren.

In Augen der Konservativen auf Augenhöhe: Verfolgte und Faschisten, Täter und Opfer

In den letzten 70 Jahren tat sich die „Christliche“ „Demokratische“ und und ihre Schwesterpartei die „Soziale“ Union in den Ländern wie im Bund zunächst als Betätigungsfeld für ehemalige NSDAP-Kader in neuen Führungspositionen hervor, verteidigte die Rechte von „Vertriebenen“ sogar aus den eigenen Reihen, duldete Neonazis unter Mitarbeitern, revisionistische Thesen seiner Abgeordneter und verleibte sich dann die Blockpartei CDU-Ost mit Mann, Maus und Vermögen ein. Genau wie in der Politik waren auch in der Publizistik extreme Rechte nicht von heute auf morgen verschwunden, sondern gedeihten in einem Milieu bürgerlichen Miefs bestens. In den Schreibstuben der konservativsten Blättchen der Republik sind daher die Umtriebe der hessischen CDU wie auch manches offenkundig kulturell sehr engstirnigen Sozialdemokraten willkommene braune Brühe auf die eigenen Mühlen.

Den größten Verdienst für das neuerliche Aufkeimen rechtsextremen Gedankenguts verdankt die Union ihrem Ruf als und ihren Experten für innere Sicherheit: In deren Augen sind nämlich die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschisten (VVN-BdA Bayern) in Sachen Gefahrenpotential auf Augenhöhe, begreift der bayrische Innenminister Herrmann (CSU) die Opfer als genau den selben Aufwand zur Beobachtung würdig wie die Täter und das bayerische Innenministerium, insbesondere das bayerische Landesamt für Verfassungsschutz, in dessen Bericht die Organisation beinah schon genau so traditionell aufgeführt wird, geben ihm Recht und Rückendeckung. Doch das bayrische Amt für Verfassungsschutz ist nicht allein mit dieser Einschätzung, die Antifaschisten zu Faschisten auf Augenhöhe senkt. Hessen, wo die CDU erst rund zehn Jahren am Ruder sitzt, gefällt es den politischen Gegner institutionell zu diffamieren. Koch, der mit einer Unterschriftenliste „gegen Ausländer“ dort die Macht übernahm, begrüßte die abtrünnige Carmen Everts (ehedem SPD1) mit ihrer Zutun zur Extremismustheorie mit offenen Armen in der Landeszentrale für politischen Bildung. Die Organisation schreibt sich zwar Bildung auf die Fahnen, schreibt aber mit derselben in den Wind – schließlich findet die Finanzierung maßgeblich durch die hessische Landesregierung statt. Dementsprechend treffend ist das Zitat von Horacio Verbitsky, das einen im Folgenden thematisierten Aufruf wie wohl die gesamte Regensburger Digitale betitelt:

Journalism is publishing what someone doesn’t want us to know. The rest is propaganda. Horacio Verbitsky

Zu eben dieser Propaganda gehört, das unter vermeintlich seriösem Titel „Meinung“ als Journalismus daher kommt, die von braunen Stammtischparolen nicht weit entfernt ist und das ohnehin schon arg strapazierte Verhältnis veröffentlichter Meinung zu Migranten und über die zum gesellschaftlichen Frieden in Deutschland erneut auf die Probe stellt. Es wird in der FAZ zur Zeit eine kausale Kette schwächster Glieder geknüpft, nämlich einer Theorie wonach Extremismus und Terror für eine (immerhin als Minderheit quantifzierte Zahl) Migranten Integrationshemmnis sei, was wiederum gegenläufigen Rechtsextremismus zur Folge habe. Im O-Ton heißt es in der FAZ:

Extremismus und Terror gehören zu den Gründen, warum eine Minderheit der Muslime nicht integrationswillig ist; das wiederum ist einer der Gründe für islamfeindlichen Extremismus und Terror.

Quelle: Publikative

Es gehört schon einiges an Chuzpe dazu, mit solcher dreisten Ohnmachtübernahme der eigenen Partei zu schaden und noch einen Freispruch zu verlangen, dann dem politischen Gegner zuzuarbeiten allerdings noch viel mehr. Das „die phantastischen Vier“ erst vom FAZ-Journalist Volker Zastrow entzaubert werden mussten, der damit einen lukrativen Buchvertrag zu verkaufen wusste, zeichnet ein erschreckendes Bild von der FAZ: Nicht schon als das Kind namens Sozialdemokratie schon mit gegossenem Schuhwerk im Wasser versenkt war, sondern als die letzten Luftblasen die Wasseroberfläche erreicht hatte, rückte man mit der Wahrheit über die Intrige gegen Ypsilanti und einer gut verkäuflichen Richtigstellung über die damaligen Geschehnisse heraus, das sich nicht zuletzt erst verkaufte, weil man selbst in seinem Job so jämmerlich versagt hatte.

Die richtigen Fragen stellen inzwischen ganz andere, allein digitale Medien. Zum Beispiel fragt Telepolis anlässlich eines Aufruf im Vorfeld des Prozess gegen den NSU: Hat die Extremismustheorie zum Versagen der Sicherheitsbehörden beim NSU-Terror beigetragen? Und nicht zuletzt den Nachdenkenseiten ist eine immer kritische, meist objektive aber vor allem eine der wenigen nicht dem Mainstream folgende Faktenlage nebst reflektierter Meinung zu entnehmen, wie man sie originär Wochenmagazinen zurechnete.

Die Konsequenz aus konsequentem Versagen der Verfassungsschutzbehörden darf keine Ausweitung deren Befugnissen sein, darf nicht die Beibehaltung eines dezentralen Apparat sein, dessen linke von der rechten Hand höchstens weiß in welche Richtung sie gestreckt ist um mit der anderen auf den politischen Gegner zu zeigen. Es dürfen nicht die Verlage vom Internet profitieren, die es von sich auszuschließen und Vermittler zu schröpfen versuchen. Wir dürfen den Konservativen auf allen Ebenen nicht erlauben ihre Meinungs- und Deutungshoheit, ihre Märkte und deren Mechanismen in das Internetzeitalter hinüber zu retten. Wir dürfen innere Sicherheit nicht denen überlassen die Täter und Opfer auf Augenhöhe sieht oder Verfolge und Faschisten auf eine Ebene stellt. Dann könnte aus all dem eine bessere Welt werden.

  1. Ja, jene konservative Politikern die ihre „Mitstreiterin“ Andrea Ypsilanti zuletzt nur noch mit einer politischen Blutgrätsche zu wusste. []

Mr. Drohname

Kampfdrohnen sind so präzise, dass die Vereinigten Staaten zwischen 2004 und 2012, bei 3500 Tötungen in etwa 360 Einsätzen, sage und schreibe 900 Zivilisten getötet haben. Mal abgesehen davon, wie völkerrechtlich legal diese Exekution der Nicht-Zivilisten waren, haben wir es hier mit einer Kollateralschadenquote von mehr als 25% zu tun. Alleine 300 dieser Drohnenangriffe gehen übrigens auf das Konto des Friedensnobelpreisträgers Obama. Jetzt sucht Mr. Drohname einen einen neuen Namen für die ehedem so gern „Predator“ getauften Killermaschinen.

„Merkel hoffiert Putschisten“

Besser kann man es nicht auf den Punkt bringen: In Paraguay putschen sich mit José Félix Fernández Estigarribia Saatgutkonzerne an die Macht und in Berlin wird für die selbst ernannten, nicht demokratisch legitimierten Politiker der Teppich ausgerollt. Es erinnert ein wenig an den letzten Staatsbesuch von Nordallianz und Taliban in den USA im Vorfeld von 9/11, die dort als offizielle Gesprächspartner noch Wochen vor den verheerenden Anschlägen mit offenen Armen empfangen wurden. Da unsere Soldaten jetzt schon in Mali unterwegs sind, und dort Bürgerkrieg droht, dürfte klar sein, das sich die Spezialkräfte demnächst auch in Paraguay engagieren dürfen. Von deutschem Boden darf kein Krieg ausgehen? Klar, Frau Merkel.

Der kleinen Schlachten gegen den Terrorismus

Osama bin Laden war ein Arschloch Osama bin Laden war ein Arschloch, und zwar vor allem weil er den anderen Arschlöchern – allen voran dem selbst ernnant von Gott gesandten George W. Bush, Legitimation lieferte, sich wie Arschlöcher zu verhalten und Freiheit und Sicherheit zu spalten.

In Afghanistan sind deutsche Soldaten ebenso wenig Mörder wie hier, aber sie leisten höchstwahrscheinlich Hilfe bei gezielten Tötungen.

Nach nur einem Monat war Franz-Josef Jung plötzlich kein Verteidigungsminister mehr, wegen eines Bombardements für das die zivilen Opfer bis heute nicht anständig entschädigt wurden.

Für Somalia bilden deutsche Polizisten aus, nur damit 1000 Polizisten vermutlich zum Feind überlaufen. Seit jüngstem dürfen deutsche Streitkräfte einen zwei Kilometer breiten Korridor in Somalia bombardieren – offiziell um Piraten zu bekämpfen respektive Hilfslieferungen zu ermöglichen.

Man darf Behälter nur mit bis 200ml Flüssigkeit an Bord eine Flugzeug nehmen, gegen einen zweiten und folgende Behälter gibt es aber keine Einwände. Von den teuren Nacktscannern ist plötzlich keine Rede mehr, vermutlich nicht weil nicht nur ihre technische Unzulänglichkeit bewiesen wurde, sondern auch (und somit an Sicherheit) gespart werden muss. In den USA gibt es für 100 US-$ einen Persilschein an den demütigenden Kontrollen der TSA vorbei. Bundesgrenzsschützer Bundespolizisten patroulieren mit Maschinengewehren an deutschen Flughäfen und Bahnhöfen, und dürften (richterlich bestätigt) dabei besonderes Augenmerk auf Hautfarbe haben. Spätestens seit den Anschlägen von New York, London und Madrid stellt auch niemand mehr Fragen, das Freund und Helfer in den Schalterhallen Dienst und dabei eine ruhige Kugel schieben, wie sie dadurch Terroristen habhaft werden könnten, oder welche Kosten durch den Streifendienst verursacht wird beantwortet aber niemand. Dazu alljährlich zu Wahlterminen das selbe Theater: erhöhte Polizeipräsenz an den Hauptbahnhöfen der Republik, um an die Experten in Sachen innere Sicherheit zu erinnern. Dort wo möglichst viele Passanten vorbei kommen, marschieren die Bahnpolizisten Bundesgrenzschützer Bundespolizisten die Bahnsteighalle auf, und ab, und auf, und ab. Manchmal mit Maschinengewehren im Anschlag, meist jedoch nur mit Handfeuerwaffen ausgerüstet, laufen sie in Grüppchen Teams von zwei bis sechs Beamten vom Ausgang West bis Eingang West, von Nordaufgang zur Südunterführung. Betont lässig, sich am Freitagabend sogar mit einem Lächeln dem möglichen Sexualpartner als Beschützer andienend, verrichten sie einen Dienst, der aussichtsloser nicht sein kann: Gerade das sie in schussicheren Weste herumstehen, feixend vorübergehende Passanten einschätzen, von Zeit zu Zeit einmal einen arabisch aussehenden Fahrgast anhalten, nach seinen Papieren und dem Grund seines Aufenthalts fragen, macht ihre Mission nicht sinnvoller. Denn sie sind nur der bewaffnete Arm konservativer Leitkultur, der „Philosophie“ die Erlangung von Sicherheit nur unter Preisgabe der Freiheit ermöglicht. Die indirekten Dienstherren, die siebzehn Innenminister und -senatoren schicken sie ganz bewust der Sinnlosigkeit deren Mission auf Streife, obwohl ein Polizist in Uniform, noch so martialisch aufgerüstet, keinen Terroristen, keinen Amokläufer aufhalten könnten, bevor er seinen Irrsinn umsetzt.

Dreißig Jahre nach den letzten Flugzeugentführungen im Namen der RAF beschäftigt sich die veröffentlichte Meinung noch immer mit den Aussagen des RAF-Mitglied Klein mehr als mit der Verfolgung rechtsextremer Terroristen.

Südhessen bliebe einem Fallout in Biblis unbewohnbar. Trotzdem wird der nah liegende Flughafen ungeachtet dessen zu einem weiteren Angriffsvektor ausgebaut, zu dem ein Flughafen mit Verkehrsflugzeugen in Nähe eines Atomkraftwerkes.

Der Djihat des kleinen Mannes: Was veranlasst den Einzelnen, das Individuum sich rekrutieren zu lassen, für einen heiligen Krieg gegen ein abstraktes andersartiges System? Man hört immer wieder von 72 Jungfrauen und Filme zeichnen Attentäter gern als Weltanschaulich wie religiös gefestigt, doch wie repräsentativ ist das für die Mehrzahl der letztlich durchgeführten Anschläge in aller Welt?

Gemeinsamen Terrorismusabwehrzentrum (GTAZ) in Berlin
Gemeinsame Abwehrzentrum gegen Rechtsextremismus (GAR) in Köln und Meckenheim