Der kleinen Schlachten gegen den Terrorismus

Osama bin Laden war ein Arschloch Osama bin Laden war ein Arschloch, und zwar vor allem weil er den anderen Arschlöchern – allen voran dem selbst ernnant von Gott gesandten George W. Bush, Legitimation lieferte, sich wie Arschlöcher zu verhalten und Freiheit und Sicherheit zu spalten.

In Afghanistan sind deutsche Soldaten ebenso wenig Mörder wie hier, aber sie leisten höchstwahrscheinlich Hilfe bei gezielten Tötungen.

Nach nur einem Monat war Franz-Josef Jung plötzlich kein Verteidigungsminister mehr, wegen eines Bombardements für das die zivilen Opfer bis heute nicht anständig entschädigt wurden.

Für Somalia bilden deutsche Polizisten aus, nur damit 1000 Polizisten vermutlich zum Feind überlaufen. Seit jüngstem dürfen deutsche Streitkräfte einen zwei Kilometer breiten Korridor in Somalia bombardieren – offiziell um Piraten zu bekämpfen respektive Hilfslieferungen zu ermöglichen.

Man darf Behälter nur mit bis 200ml Flüssigkeit an Bord eine Flugzeug nehmen, gegen einen zweiten und folgende Behälter gibt es aber keine Einwände. Von den teuren Nacktscannern ist plötzlich keine Rede mehr, vermutlich nicht weil nicht nur ihre technische Unzulänglichkeit bewiesen wurde, sondern auch (und somit an Sicherheit) gespart werden muss. In den USA gibt es für 100 US-$ einen Persilschein an den demütigenden Kontrollen der TSA vorbei. Bundesgrenzsschützer Bundespolizisten patroulieren mit Maschinengewehren an deutschen Flughäfen und Bahnhöfen, und dürften (richterlich bestätigt) dabei besonderes Augenmerk auf Hautfarbe haben. Spätestens seit den Anschlägen von New York, London und Madrid stellt auch niemand mehr Fragen, das Freund und Helfer in den Schalterhallen Dienst und dabei eine ruhige Kugel schieben, wie sie dadurch Terroristen habhaft werden könnten, oder welche Kosten durch den Streifendienst verursacht wird beantwortet aber niemand. Dazu alljährlich zu Wahlterminen das selbe Theater: erhöhte Polizeipräsenz an den Hauptbahnhöfen der Republik, um an die Experten in Sachen innere Sicherheit zu erinnern. Dort wo möglichst viele Passanten vorbei kommen, marschieren die Bahnpolizisten Bundesgrenzschützer Bundespolizisten die Bahnsteighalle auf, und ab, und auf, und ab. Manchmal mit Maschinengewehren im Anschlag, meist jedoch nur mit Handfeuerwaffen ausgerüstet, laufen sie in Grüppchen Teams von zwei bis sechs Beamten vom Ausgang West bis Eingang West, von Nordaufgang zur Südunterführung. Betont lässig, sich am Freitagabend sogar mit einem Lächeln dem möglichen Sexualpartner als Beschützer andienend, verrichten sie einen Dienst, der aussichtsloser nicht sein kann: Gerade das sie in schussicheren Weste herumstehen, feixend vorübergehende Passanten einschätzen, von Zeit zu Zeit einmal einen arabisch aussehenden Fahrgast anhalten, nach seinen Papieren und dem Grund seines Aufenthalts fragen, macht ihre Mission nicht sinnvoller. Denn sie sind nur der bewaffnete Arm konservativer Leitkultur, der „Philosophie“ die Erlangung von Sicherheit nur unter Preisgabe der Freiheit ermöglicht. Die indirekten Dienstherren, die siebzehn Innenminister und -senatoren schicken sie ganz bewust der Sinnlosigkeit deren Mission auf Streife, obwohl ein Polizist in Uniform, noch so martialisch aufgerüstet, keinen Terroristen, keinen Amokläufer aufhalten könnten, bevor er seinen Irrsinn umsetzt.

Dreißig Jahre nach den letzten Flugzeugentführungen im Namen der RAF beschäftigt sich die veröffentlichte Meinung noch immer mit den Aussagen des RAF-Mitglied Klein mehr als mit der Verfolgung rechtsextremer Terroristen.

Südhessen bliebe einem Fallout in Biblis unbewohnbar. Trotzdem wird der nah liegende Flughafen ungeachtet dessen zu einem weiteren Angriffsvektor ausgebaut, zu dem ein Flughafen mit Verkehrsflugzeugen in Nähe eines Atomkraftwerkes.

Der Djihat des kleinen Mannes: Was veranlasst den Einzelnen, das Individuum sich rekrutieren zu lassen, für einen heiligen Krieg gegen ein abstraktes andersartiges System? Man hört immer wieder von 72 Jungfrauen und Filme zeichnen Attentäter gern als Weltanschaulich wie religiös gefestigt, doch wie repräsentativ ist das für die Mehrzahl der letztlich durchgeführten Anschläge in aller Welt?

Gemeinsamen Terrorismusabwehrzentrum (GTAZ) in Berlin
Gemeinsame Abwehrzentrum gegen Rechtsextremismus (GAR) in Köln und Meckenheim

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