GhostNet: Spionage per Netzwerk

Panik global: Forscher haben in Botschaften und Außenministerien, beim Nato und dem Dalai Lama ein weltweit operierendes Spionagenetzwerk entdeckt, das in 103 Staaten operiert und mindestens 1295 infiltriert hat.
Vier so finster drein schauende Geeks aus Kanada hatten eben noch Zeit für ein Shooting, das im Artikel der New York Times passt wie eine Botschaft an die zumeist chinesischen Hintermänner des Netzwerkes: »Wir haben Euch ertappt, jetzt drehen wir Euch den Hahn ab!« möchte man aus den Gesichtern der Vier lesen.

Gerade der asiatische Raum hat es den Spionen angetan, wie man einer Weltkarte entnehmen kann. Häufungen betroffener Rechner anhand finden sich dort vor allem in Indien, Buthan, Taiwan, Japan und Vietnam, aber eben auch in China selbst. Ausserhalb Asiens sind vor allem viele Ländern in Europa, die Vereinigten Staaten von Amerika und Venezuela im Fadenkreuz digitaler Spionage mittels GhostNet. Die Liste der Ziele legt einen chinesischen Ursprung des Netzwerkes nahe, hierüfr spricht neben dem besonderen Interesse für den Dalai Lama auch das überproportionale Gewicht von Taiwan auf der Liste betroffener Rechner.

Während mögliche Raumüberwachung wohl eher als Phantasterein sich nun wieder hervortuender „Experten“ abgetan werden kann, wurde nachgewiesen das vertrauliche Dokumente über das GhostNet aus sensiblen Bereichen zahlreicher Regierungen abgetragen wurden. Wie das jedoch gemessen wurde, und wie man auf die konkrete Zahl von knapp 1300 Computern gekommen sei wird im Artikel ebenso wenig verraten, wie die Beteiligung betroffener Staaten an der Aufklärung des Netzwerkes, das zum Bericht „Tracking ‘GhostNet’: Investigating a Cyber Espionage Network.“ geführt hat.

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