Hochfrequenzhandel

Neulich nahm die US-Finanzaufsicht das Geschäft der Hochfrequenzhändler unter die Lupe, im Artikel „Unter Verdacht“ gab es dazu einen Zweispalter in der Süddeutschen Zeitung, den ich hier stark verbessert wiedergeben möchte:

Beim Hochfrequenzhandel handeln Computer miteinander Wertepapiere im Milisekundentakt, aus sehr vielen kurzzeitigen, kleinen Preisdifferenzen wird in der Masse ein profitables Geschäft. Der vollständig automatische, autonome Hochfrequenzhandel der Computer untereinander bedingt auch eine physische Nähe zum Handelsplatz, den sich die Börsenplätze entsprechend vergolden lassen – Millimeter entscheiden hier trotz Glasfaserkabel über inzwischen 50 Prozent aller Aktienhandel, auch und ausdrücklich auf dem deutschen Aktienindex Dax.

Fühlt sich irgendwie wie Finanzmarktkrise gepaart mit Crossborder-Leasing – auf Speed, wenn ihr ich fragt. Aber mich und euch fragt ja keiner. Die „Kanzlerin aller Deutschen“ aber hat ja zugesichert, das volatilen Geschäften in Deutschland der Kampf angesagt würde, aber das war zu Anfang der Finanzmarktkrise. Das ist lang her. Noch länger nur her ist die Einführung des Derivatehandel in Deutschland, durch Rot-Grün. Und zu allem Überfluss von den Neo „Liberalen“ zu all dem kein Wort bis dahin, zu eben der durch die amerikanische Börsenaufsicht verbreiteten Prüfungsnachricht. Sehr vorausschauend all das.

Ein Gedanke zu „Hochfrequenzhandel“

  1. Eigentlich gibt es ein Gesetz, welches den Insider-Handel verbietet. Was ist denn der Hochfrequenzhandel anderes als das früheste Wissen, über, ob ein Wert steigt oder fällt. Nur Insider können das als erstes wissen. Hier in diesem Fall ist der Insider, der am nächsten zur Börse gelegte Computer, welcher per Algorhythmus checkt, welcher Wert grad in nächster Millisekunde fällt oder steigt und dann in fast Nano-Sekunde entscheidet: kaufen rsp verkaufen – immer wieder! So funktioniert die Aushöhlung der Werte und das ist Betrug. Computer rsp deren Besitzer müssen dafür haftbar gemacht werden. Ist hier eine Gesetzeslücke? Eigentlich NEIN, der Computer hat auch eine ID. Wieso wird das nicht verwendet. Ach so man will den Gewinnern das Spiel nicht vermiesen, weil man ev. auch davon profitieren könnte als Politiker… Nun wenn die gesamte Blase zusammenfällt – und es ist eine Blase, dann rettet irgendwer, der vorher überschiessende Gewinne gemacht hat, die Verluste indem er sie kurzfristig ausgleicht, um dieselben Spieler wieder am Tisch begrüssen zu dürfen – nur er bleibt der beste Insider. Deshalb kann nur das Verbot dieses Vorgehens, den Betrug am Geldsystem ausmerzen.

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