Menschenrechte und der demokratische Geist in den USA im neuen Jahrtausend

Change, mit diesem Anspruch trat Obama an, doch nichts hat sich geändert. Der demokratische Geist der USA ist längst ausgetrieben worden, als sie ihn dem Rest der Welt mit Gewalt einbläuen wollten. Ob gegen Nationalsozialisten oder im Kalten Krieg: In beiden Fällen waren die USA noch gern noch gern gesehen, so lang es einen Gegner gab. Inzwischen fehlt der aber längst, und wurde durch Terroristen ersetzt. An Stelle von Kriegshandlungen sind asymmetrische Attentate getreten, die mit Drohnen und von über den ganzen Globus verteilten Standorte ausgeübt werden.

Wie der militärisch-industrielle Komplex denkt wird in einem Interview mit Edward Luttwark, Berater im US-Verteidigungsministerium, klar. Der äußert sich vor laufender Kamera über einen im italienischen Vicenza neu errichteten Stütztpunkt wenig zweideutig: Die 95% der über 110.000 Einwohner von Vicenza sind eigentlich nur ein „Haufen“ „wertloser“, „dreckiger“ „Kommunisten“ und „Nichtstuer“.

Vicenza schert mich überhaupt nicht. In Vicenza leben 4 Leute, 3 davon älter als 90. Vicenza ist keine Militärbasis. Sie produziert weder Rauch noch Lärm, und Flugzeuge landen da auch nicht. Wer sich über Vicenza beschwert*, ist meiner Meinung nach ein dreckiger Kommunist. Warum? Weil die italienische Regierung, die Region, die Behörden sich dafür entschieden haben. Die regen sich da künstlich auf, dabei ist alles völlig harmlos. Unsere Soldaten sind wie Touristen. Sie haben weder Panzer noch Hubschrauber, sie stürzen nicht mit Flugzeugen über deinem Haus ab. Das ist pure Ideologie und reine Verweigerungshaltung von einem Haufen wertloser Nichtstuer.“

Die auf zdfinfo ausgestrahlte Dokumentation „Standing Army: Die geheime Strategie der US-Militärbasen“, in dem das Interview gezeigt wird, stammt aus dem Jahr 2012 und ist daher aufgrund der geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen nach 7 Tagen von den Websites der Öffentlich-Rechtlichen getilgt worden, aber von einer Suchmaschine eures Vertrauens auffindbar.

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