Putenfleischproduktion unreguliert, Dank an Ilse Aigner und ihre CSU

Für die keinerlei spezieller rechtlicher Regelungen unterworfene Putenfleischproduktion scheint mit Bundesverbraucherschmutzministerin Ilse Aigner (CSU) ein Traum in Erfüllung gegangen zu sein: Weitere vier Jahre unbehelligt von Mindeststandards für einen halbwegs anständigen Umgang mit den Tieren sind vorüber, und mit wenig Glück gelingt es Ilse Aigner auch weitere vier Jahre in Berlin zu installieren, mit den entsprechenden Vorzügen für die „betroffenen“ Unternehmen und den Nachteilen für die in 9 von 10 Fällen in Ställen mit 10.000 Artgenossen gefangenen Tieren. Nach rund 20 Wochen Mast unter teils atemraubenden Bedingungen und brutalst möglichen Behandlung haben Puten aus Massentierhaltung sich spätestens überlebt und werden ihrer Verwertung zugeführt: Was bis dahin nicht vernichtet wurde, was bei einer planmäßigen Ausfallquote von etwa 10 Prozent 1 Millionen vorzeitig an den hygienischen Zuständen bei der Haltung oder Handhabung durch das unqualifizierte Personal nicht selten vorkommt, wird erst auf kleinsten Raum gepfercht und dann lebend, kopfüber aufgehängt ermordet um schließlich als Putenschnitzel und Putenwürstchen, Pute als Aufschnitt oder Puten-Schinken im Discounter und Supermärkten in den Kühltruhen zu landen.

Gutten Appetit.

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