Rüstungsexporte verbieten (sich)

Analog zum „Too big to fail.“ bei der Wirtschaftskrise könnte man heute den kalten Krieg erklären: „Too big to fight.“ waren die beiden Supermächte, deren Militärapparat von heute auf morgen das Ende der Menschheit bedeutet hätte. Nicht weil die Militärs nicht wahnsinnig genug gewesen wären, diese Waffen auch einzusetzen, sondern allein weil sie nicht den Mut hatten auszuprobieren ob ihre eigene Absicherung in dem Fall funktioniert, aus Feigheit also davor ob man am Ende tatsächlich überlegen wäre oder wie das gemeine Volk und der Gegner im atomaren Fallout zum Opfer fiele.

Heute sitzt man nicht mehr hinter dem eisernen Vorhang, sondern hinter einer vielgestaltigen Firewall und mit einem hoch agilen Sicherheitsapparat ausgerüstet, der zur Not bereit und in der Lage ist das eigene Land auszuspionieren und in beliebigem Ausland zu operieren – wenn es dort Öl oder sonstige Rohstoffe gibt freilich nur.

Deutsche Waffenexporte folgen hohem moralischen Grundsatz, möchte man vor der jüngeren deutschen Geschichte denken: Von Deutschland darf nie wieder ein Krieg ausgehen. Deswegen sind Interventionen im Kosovo und Afghanistan auch Friedenseinsätze (vgl. US-„Polizeieinsätze“) früher verpönt gewesen, deswegen müssen Waffen mit spezieller Erlaubnis exportiert werden oder als „demilitarisierte“ Panzer daher kommen. Doch „wir“ sind längst weiter, und engagieren uns in einem globalen militärischen Komplex, direkt wie indirekt. Weitere Lesempfehlungen für den interessierten Leser in dem Kontext:

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