Unentschiedene und unbedingte Unionisten

Im Deutschland-Trend gibt es drei sichere Indikatoren dafür, das die Bundestagswahl 2013 noch nicht entschieden ist: 1. Wir wählen keine_n Kanzler_in, aber nur die ist die verantwortlich für die guten Umfrageergebnisse von CDU und CSU. Merkel hat aber schon durchblicken lassen, das diese ihre letzte Wahlperiode sein würde. Allein bei welchem internationalen Verbündeten sie nach ihrem Ausscheiden aus dem Amt in ein lukratives Angebot steht scheinbar noch nicht fest. 2. Sind nur 19% unbedingte Unionisten. Sie würden sogar CDU und CSU wählen, wenn sie die einen Apparat vergleichbar mit dem der Staatssicherheit der Deutschen Demokratischen Republik wieder installieren, denn sie „glauben“ der Kanzlerin wider besserer Informationslage ihre Versicherung „von Prism erst aus den Zeitungen erfahren“ zu haben. 3. Viel zu viele Deutsche – darunter viele Anhänger von Adenauers-Erbe – sehnen sich einen „starken Führer“ herbei und/oder sind Anhänger der Monarchien im europäischen Raum. Merkel als Sissi, die letzte Kaiserin? Mag sich zwar keiner vorstellen, aber allein diese rückwärtsgewandte, antidemokratische Tendenz heute noch, anno 2013 in einer parlamentarischen Demokratie eines Landes mit so finsterer Vergangenheit vorzufinden, noch zumal in wirtschaftlich so prekären Zeiten, bei gleichzeitig vorgeblicher (Selbst-)Zufriedenheit mit der wirtschaftlichen Situation und Zustimmung für die restriktive bis desaströse antieuropäische Sparpolitik der Kanzlerin sollte jedem Friedensfreund zu denken geben. Behaupte: Diese unbedingten Unionisten würden sogar regungslos zusehen bis frenetisch jubeln, würden die Nachfolger der Zentrum-Partei das politische geeinte Europa endgültig destabilisieren, indem sie weiter einen Staat nach dem anderen an den Pranger stellen und ökonomisch ausbluten lassen. Das Deutschland nur eingebettet in Europa eine wirtschaftliche Zukunft nahezu auf Augenhöhe mit dem neuen Global Playern hat, vernachlässigen die meisten Mitmenschen in ihrem Betrachtungen nur zu gern ob ihrer gegenwärtig selbst aufgefasst guten wirtschaftlichen Situation.

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