Wikileaks

WikiLeaks ist eine 2006 ins Leben gerufene Plattform, auf der anonym Dokumente veröffentlicht werden können, von denen ein öffentliches Interesse ausgeht. WikiLeaks besteht im Kern aus einem System »für die massenweise und nicht auf den Absender zurückzuführende Veröffentlichung von geheimen Informationen und Analysen« und ist nach eigener Aussage unzensierbar.

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Campaign or champaign

Hinter der Folge schlechter Nachrichten für die Plattform Wikileaks und deren Galionsfigur Assange steckt eine Kampagne, sagen Befürworter der freien Meinungsäußerung und des unabhängigen Journalismus. Dagegen zeichnen Politik und Meinungsmacher eben jene Verschwörungstheoretiker sie als solche hin, und bezeichnen Wikileaks und Assange als illegal und Kriminelle. Das die Chefredakteure verschiedenster Medienorgane die Champagnerkorken knallen und Homestories und Enthüllungen von der Leine lassen, und im selben Atemzug von der Veröffentlichung der Depeschen profitieren und sie kritisieren können, liegt dem speziellen Verständnis der neuen „freien“ Medien zugrunde, die gern Pressemitteilungen abtippen, Politiker in deren Lieblingsposen fotografieren und sich von Unternehmern und Spitzenpolitikern hofieren lassen. Das hat freilich mehr mit Hofberichterstattung und weniger mit Qualitätsjournalismus zu tun, wie er vom Grundgesetz geschützt wird. Doch auch eine von Lobbyisten und Eigeninteressen getriebenen Politik war in einer Demokratie so auch nicht vorgesehen. Beides ergänzt sich demnach perfekt, und funktioniert bisher auch sehr gut.

Im März 2010 wurde ein Dokument[1] des Geheimdienstes CIA veröffentlicht, der darin WikiLeaks als problematisch einstuft und Methoden erläutert, mit denen man gegen den Whistleblower im Allgemeinen und einzelne WikiLeaks-Mitarbeiter im Speziellen vorgehen und in der Folge WikiLeaks zerstören könne. Der Geheimdienst befürchtet laut dem Dokument auch, dass es auch Whistleblower in den eigenen Reihen und bei WikiLeaks weitere unveröffentlichte geheime Dokumente geben könne. Empfehlung hierzu sei, Zuträger ausfindig zu machen, ihre Zuarbeit publik zu machen und so das Vertrauen in die Plattform zu untergraben. Die Hoffnung, wenn erst einmal eine gewisse Zahl Informanten öffentlich vorgeführt würde, würden sich Andere nicht mehr zur Indiskretion hinreißen lassen, dürfte durch die breite Unterstützung, die Wikileaks durch die Angriffe auf sich und Julian Assange seit der Veröffentlich der Botschaftsdepeschen erfährt, eine neue Bewertung erfahren müssen. Die Plattform als illegal und seine Verantwortlichen als Täter hinzustellen, scheint die neue Direktive aus Langley.

Unzensiert kommentiert Wikileaks Spießrutenlauf als Staatenfeind #1 in loser, unvollständiger Reihenfolge nach eigenem Gusto.

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